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Editorial - Schleichwerbung ist keine PR

Warum ist es nur so schwierig, Werbung und PR zu trennen? Selbst Marketingverantwortliche in weltweit agierenden Unternehmen haben hier offensichtlich Schwierigkeiten. Was ist nur so verlockend daran, dort zu werben, wo redaktionelle Inhalte erwartet werden?

Vielleicht fehlt das Wissen darüber, wie gute PR funktioniert, oder aber einfach nur das Bewusstsein, etwas Falsches zu tun. Aber seien Sie doch mal ehrlich, haben Sie nicht auch schon einmal versucht, Werbung und PR zu vermischen? Indem Sie zum Beispiel "schöne Pressemitteilungen" verfassen, die durchaus sprachliche Nähe zu Ihren üblichen Werbeformulierungen besitzen. Denn wer weiß schon so genau, wo die Grenze liegt. Sowohl Werbung als auch PR sollen ja Begeisterung und einen Kaufimpuls beim potenziellen Kunden auslösen. Warum also zu unterschiedlichen Methoden greifen statt gleich auf Nummer sicher zu gehen und dem Redakteur vorzuschreiben, wie die Begeisterung auszusehen hat.

Nun, ganz einfach: Weil Redakteure sowohl von ihrem Berufsethos als auch von ihrem Arbeitgeber dazu verpflichtet werden, allen Schleichwerbungsversuchen Widerstand zu leisten. Redaktionell ist ein Medium immer zuerst seinen Lesern, Hörern und Zuschauern verpflichtet. Die Qualität, der Nutzen und nicht zuletzt die Reichweite werden von der Glaubwürdigkeit und Kompetenz beeinflusst, die die Redaktion vermittelt. Unterscheiden sich die redaktionellen Beiträge kaum von dem, was nebendran als Werbung steht, leidet die Glaubwürdigkeit und damit letztlich Ihre Möglichkeit durch PR Kaufentscheidungen zu beeinflussen.

Deshalb ist es in Ihrem Interesse, dass sich Werbung und PR in Form und Inhalt unterscheiden. Überlassen Sie der Werbung das Wecken von Emotionen, konzentrieren sich bei Ihrer PR auf die Fakten und achten Sie darauf, dass sich beide ergänzen.